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VERFASSERIN

Gedanken der Woche

„Wenn ein Gewitter nicht nur die Luft reinigt“

Kennen Sie das, wenn man zu einem Menschen, und sei er auch aus der eigenen Familie, irgendwie keinen Zugang findet.

Als ob man auf verschiedenen Planeten leben würde.

Eigentlich ist einem der Andere ja eh sympathisch und man mag ihn, na ja, irgendwie halt. Aber trotzdem kommt da keine Chemie zustande.

Ich habe unlängst erlebt, was es heißt, durch ein „Gewitter“ Zugang zu einem Menschen zu finden.

Eines Tages als wir bei Tisch zusammen saßen, schoss es wie ein Vulkan aus mir heraus. Ich sagte Dinge, die ich in keinster Weise steuern konnte. Als ob sich mein Unterbewusstsein selbstständig gemacht hätte. Nachträglich, nachdem der ärgste „Regen“ vorüber war, wurde mir klar, dass all diese Worte wirklich aus meinem Mund gekommen sind.

In diesem Moment fühlte ich Erleichterung, Zufriedenheit, ehrliche Gefühle für mein Gegenüber.

Eigentlich eigenartig, da wirft man sich gegenseitig Vorwürfe entgegen, und ich empfinde Zuneigung.

Wir haben viel geredet, uns gegenseitig unsere Gefühle zueinander offenbart. Die Stimmung am Tisch wurde immer ruhiger und angenehmer. Und jetzt?

Jetzt wurde mir wieder einmal klar, dass ein Gewitter nicht nur die Luft reinigt, sondern auch Gefühle wach werden lässt.

Also haben Sie keine Angst, wenn es mal zu einem heftigen „Gewitter“ in Ihren Reihen kommt. Bewusst gesteuert oder unbewusst. Nach jedem Gewitter öffnet der Himmel wieder seine Pforten und wir können uns an den Sonnenstrahlen erfreuen.

Nach jedem Gewitter öffnet das Herz wieder seine Pforten und wir können uns an den neu gewonnenen Gefühlen erfreuen.

Bis bald

Eure Claudia Lind


© PraxisMeinWeg 2018